Residency 7 - Herbst 2024
Forerunner – Tom Watt, Tanad Aaron & Andreas Kindler von Knobloch

Forerunner ist eine kollaborative Praxis von Tom Watt, Tanad Aaron und Andreas Kindler von Knobloch. Seit ihrer ersten formalen gemeinsamen Ausstellung im Jahr 2016 arbeitet Forerunner mit architektonischen Formen, Baumaterialien und der Galerie als Bühne. Ausgehend von ihrem Hintergrund als Galerie- und Theatertechniker:innen weist ihre Arbeit ein ausgeprägtes Moment von Temporalität, Erprobung und Schwebezuständen auf, angesiedelt zwischen Produktionsort (Studio/Werkstatt) und Präsentation (Galerie/Öffentlichkeit), während zugleich ein „Gebrauchswert“ in den Raum eindringt. Innerhalb dieses festen Kreislaufs gehen sie von der Prämisse aus, dass auch die Betrachtenden ein Material sind. Die Betrachtenden müssen sich mit der Arbeit auseinandersetzen können, und so bezeichnet „Gebrauchswert“ hier einen Übersetzungspunkt zwischen Material und Person, der unweigerlich selbst zur Arbeit als Raum wird. Der Raum für die Betrachtenden wird durch vertraute Materialien, Formen und etablierte architektonische und bauliche Praktiken konstruiert, um dem Publikum den Zugang zu ermöglichen. Die Idee, dass die Vertrautheit der verwendeten Materialien und Prozesse es den Menschen erlaubt, sich sicher zu fühlen, Wissen zu aktivieren sowie sich im Werk zu bewegen und mit ihm zu interagieren, wird als „material navigation“ bezeichnet. In ihrer präsentierten Form sind es die Objekte, die Prozesse, durch die sie entstanden sind, sowie ihre Komposition als Raum, die mit dem Publikum kommunizieren.
Forerunner hat nationale Ausstellungen sowie permanente und öffentliche Arbeiten in Irland realisiert und international im Vereinigten Königreich, in Kroatien und Japan gearbeitet.
Zu den jüngsten Projekten zählen „Let’s Get the Hell Outta’ Here“, The Lab Gallery, beauftragt von Superprojects, Dublin, „YOUNG FOSSIL building“ (permanente Installation), Place, Wexford, „Boom Nouveau“ (öffentliche Skulptur), Cook St, Cork City, Cork, „Tigh Drop“, Do Anything, Inis Oirr, Galway, „Y O U N G F O S S I L 2“, kuratiert von Rachael Gilbourne und Janice Hough, IMMA, Dublin, „Granite Leap“ (permanente Installation), kuratiert von Kate Strain, Kunstverein Aughrim, Wicklow, „Slovenian Apiary“, permanente Installation, mit Motoko Fujita und Takeshi Hyatsu, Kiwanosato, Präfektur Yamaguchi, Japan, „Misplaced Concreteness“ (permanente Installation), Grizedale Arts, UK.
