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Sonya Schönberger ist eine in Berlin lebende Künstlerin, deren Praxis sich mit biografischen Brüchen und individuellen Erinnerungsgeschichten vor dem Hintergrund politischer, gesellschaftlicher und sozialer Umwälzungen auseinandersetzt. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen die Menschen selbst: In ausführlichen biografischen Gesprächen erzählen sie von persönlichen Erfahrungen, Verlusten, Übergängen und Neuanfängen, die eng mit historischen Ereignissen verknüpft sind. Diese Erzählungen bilden die Grundlage für künstlerische Archive. Sie arbeitet sowohl mit eigens aufgebauten Archiven als auch mit bereits existierenden, teils gefundenen, die sie neu kontextualisiert und in ihre Praxis integriert.

Im Jahr 2018 initiierte sie das Projekt „Berliner Zimmer“, ein langfristig angelegtes Videoarchiv, das auf den persönlichen Erzählungen von Menschen in Berlin basiert. Das Projekt versteht sich als offenes, wachsendes Archiv urbaner Biografien und spiegelt die Vielschichtigkeit der Stadt sowie ihre historischen und gegenwärtigen Transformationsprozesse wider.