„Wenn ich am Atlantik stehe, am Pazifik, wandern meine Augen über die Wasserhaut, immer auf der Suche nach Walen. Ich will wissen, ob sie noch da sind. Dass sie nicht längst still aus unserer Welt geglitten sind, verloren im Lärm der Zeit.“

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Sonya Schönberger

Skull and Heart

Sonya Schönberger arbeitet mit Installation, Video, Fotografie und Text und erkundet darin materielle wie immaterielle Archive, Erinnerungen und Biografien. Ihr Triptychon „Skull and Heart“ setzt ein Selbstporträt zwischen zwei Detailaufnahmen von Steinen – einer schädelförmig, der andere herzförmig –, die in der Hand der Künstlerin ruhen. Am Wasser gefunden und von Lavagängen durchzogen, vermitteln sie eine urzeitliche Kraft und werden zu Begleitern persönlicher Erfahrung. Im mittleren Bild liegt Schönberger am Boden des Gartens, zwischen Farnen und üppiger, beinahe tropischer Flora, eine Maske aus Moos vor dem Gesicht, eine Kette aus getrocknetem Schlamm um den Hals, den Blick auf die Betrachtenden gerichtet, ohne erkennbar zu sein. Das Moos – ein uraltes, pflanzenähnliches Kryptogam, das ohne festen Boden in alle Richtungen wächst – verkörpert Anpassungsfähigkeit und Beharrlichkeit.

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Skull and Heart

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Heart, Foto: Christof Zwiener

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Skull, Foto: Christof Zwiener

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Four Stones