Residency 13 - Herbst 2027

Róisín Berg & Juliet Carpenter

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Juliet Carpenter ist eine Künstlerin und Filmemacherin aus Aotearoa Neuseeland, die derzeit in Deutschland lebt und arbeitet. Carpenters Arbeit beschäftigt sich mit der Art und Weise, wie Individuen sich selbst als Charaktere inszenieren, insbesondere in Bezug auf zeitgenössische Bildtechnologie. Ihre eindringlichen Multimedia-Installationen und Filme stellen oft psychologische und emotionale Erfahrungen in den Vordergrund und extrapolieren Elemente davon durch historische, kulturelle und technologische Linsen.

Róisín Berg ist eine interdisziplinäre Künstlerin aus Limerick, Irland, deren Praxis untersucht, wie technologische Systeme als Vermittler bei der Konstruktion von Erinnerung, Wahrnehmung und relationaler Erfahrung fungieren. Mit Hilfe materiell vielfältiger und systemorientierter Methoden entwirft sie experimentelle Prozesse, Instrumente und Installationen, die die in digitalen Technologien verankerten Annahmen hinterfragen.

Seit sie sich 2021 im Rahmen des Creative Pathways-Austauschprogramms zwischen Irland und Deutschland kennengelernt haben, arbeiten Berg und Carpenter gemeinsam an „The Sun Is Not To Be Believed“, einem generativen Film, der sich durch algorithmische Manipulation in Echtzeit entfaltet. Dieses Werk, das von ihrem gemeinsamen Interesse an der Wechselbeziehung zwischen Natur und Technologie geprägt ist, wurde international präsentiert, zuletzt im MUMA in Melbourne. Gemeinsam bauen sie dieses System als flexibles Protokoll weiter aus, um Zeit, Erinnerung und ökologische Register durch die Linse der zeitgenössischen Technologie zu betrachten.